Verständnis von Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitsverständnis der GfaW als Gesellschaft und Unternehmen bestimmt unsere Aufgabe und motiviert unser Handeln.

          Nachhaltigkeitsdefinitionen

Derzeit hat sich das Drei-Dimensionen-Modell nicht ohne Grund in der Wirtschaftspraxis etabliert. Die Darstellung von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft als gleichschenkliges Dreieck verdeutlicht am besten die notwendige Gleichrangigkeit der Dimensionen. Der CSE-Standard orientiert sich stark an diesem Modell.

Darüber hinaus existieren weiterführende Differenzierungen des Begriffs Nachhaltigkeit:

          Starkes und schwaches Nachhaltigkeitsverständnis

Die meisten Nachhaltigkeitsdefinitionen basieren heute auf einem schwachen Nachhaltigkeitsverständnis: natürliches Kapital wird auf lange Sicht durch künstliches – also von Menschenhand geschaffenes – Kapital ersetzt. Dies impliziert, dass natürliche Ressourcen weiterhin genutzt werden sollten, um den Wohlstand unserer Generation zu sichern. Die meisten Ressourcen werden in ärmeren Ländern abgebaut, wodurch das Wohlstandsgefälle stetig zunimmt.

Wir finden diese Position nicht hinreichend und tendieren zur starken Nachhaltigkeit. Starke Nachhaltigkeit geht davon aus, dass natürliche und künstliche Ressourcen nicht austauschbar sind. Deshalb soll die Gesamtmenge natürlicher Ressourcen und deren Zusammensetzung nicht nur erhalten bleiben, sondern in sie investiert werden.

         Qualitatives und quantitatives Wachstum

Das quantitative Wachstumsparadigma hat sich in der modernen Zivilisation stark verankert. Angetrieben von Kapitalmärkten und Verdrängungswettbewerb sehen sich Unternehmen im Wachstumszwang. Die GfaW versteht dieses Dilemma, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsplatzsicherung. Andererseits zeigen erste Beispiele, dass es Möglichkeiten gibt, anders zu „wachsen“. Hier steht das Wachstum von Qualität im Vordergrund.

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Die GfaW sympathisiert mit neuen Ansätzen der Ökonomie, die dazu beitragen können, Gerechtigkeit im Wirtschaften und Zufriedenheit in der Bevölkerung  umzusetzen. Wir sehen großes Potential darin, Wirtschaft vor dem Hintergrund der Endlichkeit natürlicher Ressourcen zu kultivieren.

„Erfolgreiches Wirtschaften“

 „Erfolg im Wirtschaften“ bedarf angesichts der Wachstumsproblematik einer neuen Definition. Wir definieren ein Wirtschaften als erfolgreich, wenn es nicht von der Ressourcenknappheit entkoppelt ist und Wege aufzeigt, ein „gutes Leben“ wieder in den Mittelpunkt seiner Entscheidung zu stellen.