Arbeitsgruppe „Ökologische Rohstoffe für Naturprodukte“

Lebensmittel und unverarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnissen können auf Grundlage der EU-Öko-Verordnung als „Bio“-Produkte ausgewiesen werden. Für Naturprodukte, die zwar land- oder forstwirtschaftlich erzeugt und verarbeitet, jedoch keine Lebensmittel sind, existiert derzeit keine gesetzliche Regelung über „Bio“-Qualität. Viele sogenannte „Non-Food-Produkte“ – beispielsweise Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Gartenbedarf, Haushaltsartikel, Papiererzeugnisse, Textilien, Spielzeug, etc. – stammen zudem aus petrochemischer Herstellung.

Dem Verständnis und den Erwartungen von Verbrauchern entsprechend sollen Naturprodukte allerdings zu Recht so weit wie möglich in natürlichen Prozessen entstanden sein. Dies zu gewährleisten hat sich die Arbeitsgruppe „ökologische Rohstoffe“ zum Ziel gesetzt. Die Expertenrunde, derzeit bestehend aus der GfaW, EcoControl, INCI-experts, natürlich Ullrich, Aries Umweltprodukte, HJW consulting und Belmar, entwickelt im gegenseitigen Wissens- und Ideentransfer nachhaltige ökologische Anforderungen an Rohstoffe für Natur- bzw. „Bio“-Produkte.

Eine erste wichtige Ausrichtung besteht im Ersatz petrochemischer Ausgangsmaterialien durch pflanzliche, manchmal auch tierische oder von Pilzen stammenden Stoffe. Besonders bei der Herstellung von Naturkosmetik, ökologischen Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Haushaltsartikeln wird hier erhebliche Pionierarbeit geleistet, um die Funktionalität der Produkte aufrecht zu erhalten. Wenn die Rohstoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs schließlich noch aus ökologischer Landwirtschaft stammen, entsteht ein wirkliches „Bio“-Non-Food-Produkt.

Sollten Sie an einer Beteiligung an der Arbeitsgruppe „ökologische Rohstoffe“ interessiert sein, freut sich die GfaW über eine Nachricht:

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